Multimedia Art Productions


Scherm­afbeelding 2025-11-21 om 20.47.16



Lebenslauf;
Die Pianistin Sophie Bohrer war ab Ende der 1830er Jahre international als ein so genanntes Wunderkind bekannt. In eine Musikerfamilie geboren, wurde sie ausschließlich von ihren Eltern, der Pianistin Fanny Bohrer und dem Geiger Anton Bohrer, musikalisch ausgebildet. Von frühester Kindheit an konzertierte sie öffentlich, u. a. in München und Frankfurt a. M., und bereiste ab dem Alter von zehn Jahren Frankreich, England, Österreich, Ungarn, die Niederlande und Russland. Dabei wurde sie von ihrem Vater begleitet, der 1844 sogar seine Anstellung als Konzertmeister in Hannover aufgab, obwohl Sophie Bohrer bereits zu dieser Zeit Symptome einer psychosomatischen Erkrankung zeigte. In allen Ländern löste die kleine Sophie Bohrer ein begeistertes Presseecho aus. Von Seiten der Musikkritik wurde Sophie Bohrers außergewöhnlich umfangreiches Repertoire, das sie auswendig beherrschte und aus dem die Konzertbesucher beliebige Stücke auswählen konnten, immer wieder hervorgehoben. So wurde z. B. bei ihren Pariser Konzerten 1845 eine Auswahlliste mit über 80 Werken verteilt, in der u. a. sämtliche Etüden Frédéric Chopins und Johann Sebastian Bachs gesamtes Wohltemperiertes Klavier enthalten waren. Anfang der 1850er Jahre verschwand Sophie Bohrer aus dem internationalen Musikleben und wurde in der Öffentlichkeit für tot erklärt (vgl. z. B. Mendel 1871, S. 118). Aller Wahrscheinlichkeit nach wurde sie jedoch nach einer schweren Krankheit 1850/51 von der Pariser Homöopathin Mélanie Hahnemann als Pflegetochter aufgenommen und heiratete 1857 den Arzt und Gutsbesitzer Carl von Bönninghausen, der in Paris die Praxis des verstorbenen Mannes Mélanie Hahnemanns, Samuel Hahnemann, übernommen hatte. Nach dem deutsch-französischen Krieg 1870/71 ließen sich Sophie Bohrer und ihr Mann auf dessen Gut in Darup bei Coesfeld nieder.

Bohrer, Sophie (Sofie)
* 1828 Paris, † 1849 St. Petersburg
Geschlecht weiblich
Beziehungen
Eltern
Musikalische Berufe Pianistin, Komponistin
Zeitgenössische Angabe Pianistin
Wirkungsorte Berlin,? Odessa,? Paris,? Riga,? St. Petersburg.

3. Bohrer, (Marie) Sophie, Sofie (Barbara), verh. von Bönninghausen
* 12. Jan. 1828 in München oder Pamplona, † 7. Febr. 1899 in Darup, Pianistin. Sophie Bohrer war die Tochter der Pianistin Fanny Bohrer geb. Dulcken (1805–1872) und des Violinisten und Komponisten Anton Bohrer (1783–1863), von denen sie auch ihre musikalische Ausbildung erhielt, wobei in der Presse vor allem Fanny Bohrer als Lehrerin hervorgehoben wird. 1834 zog die Familie nach Hannover, wo Anton Bohrer eine Anstellung als Konzertmeister erhalten hatte.

Ortfsamilienbuch Darup:
Sophia Maria Barbara BOHRER
12.01.1828 in Pamplona, Spanien
† 07.02.1899 in Darup (Haus Darup)
Beruf: Pianistin
Lebenslauf;