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Karl Wilhelm Dülcken

Geboren - 26 juli 1716 Wingeshausen

Duelcken_Karl-Wilhelm_Taufe-2
foto & transcriptie Dr. Johannes Burkardt

Taufeintrag von Carl Wilhelm Dülcken:

Eodem Ich Georg Ludwig Dülcken, einen
jungen sohn laßen tauffen, gevattere:
mein schwager Wilhelm Moritz Eber-
hardi und Ernestina Charlotta, H[errn]
Oulis, Weydfärbers in Siegen, eheliche hauß=
frau, ist genant
Carl Wilhelm.

Duelcken_Karl-Wilhelm_Taufe-1
Taufeintrag von Carl Wilhelm Dülcken
foto Dr. Johannes Burkardt





† Begrafenis Carl Wilhelm Dülcken 16 juni 1756 Berleburg

Instrumente und Instrumentenbauer
Claviere wurden aber auch in Berleburg gebaut, so nennt die Bürgerliste vom Ende des Jahres 1755 neben dem Hoff-Musicus Johann Henrich Blößer

Dylcke, H. Carl Wilhelm, Claffirmacher2
.
Mit Dylcke/Dülcken/Dulcken steht ein Name im Raum, der im europäischen Cembalobau des 18. Jahrhunderts in Verbindung mit den Städten Antwerpen und München hoch geschätzt war. Der Ursprung dieser Familie Dulcken liegt in Berleburg. Hier wurde 1664 Eberhard Dulcken Inspector und oberster Prediger. Dieses Amt übte der aus Elberfeld stammende und zuvor in Siegen tätige Pfarrer bis 1699 aus.
Eines seiner zahlreichen Kinder war Georg Ludwig (1679-1752), der als Pfarrer von 1735 bis 1752 im benachbarten Wingeshausen tätig war.
3


Fragen nach der handwerklichen Ausbildung der ersten Instrumentenbauergeneration und zur Tätigkeit des in Berleburg verbliebenen
Carl Wilhelm Dylcke müssen zunächst offen bleiben. Festzuhalten sind jedoch briefliche Kontakte von Berleburg nach Antwerpen:
[8.10.1752]
1 Br a Ms Dulcken à Antwerpen
[26.10.1755] 1. Br. a Ms Dulcken à Antwerpen2
Ein Brief an den Orgelmacher Boß zu Coblenz, am 6. April 1732 im Postbuch3 vermerkt, rückt ein anderes Tasteninstrument in den Blick.
Von dem Orgelbauer Bartholomäus Boos (1673-1755) ist bekannt, dass er eine Orgel für das Kloster Sayn baute.4 Mit Claviorganum und Positiv standen der Hofmusik zwei Orgeln zur Verfügung, die einen Kontakt zum Orgelbauer erforderlich machen konnten. Für eine Orgelreparatur, die 1728 in der Stadtkirche Berleburg fällig wurde, bat der Bürgermeister der Stadt Graf Casimir um finanzielle Unterstützung des Projekts.5 1754 geschah es dann aber, dass eine Summe von 40 Florin, die Graf Ludwig Ferdinand 1754 für die Reparatur der Orgel in der Berleburger Stadtkirche durch den Orgelmacher Heinemann aus Laubach zur Verfügung gestellt hatte, für den Bau eines neuen Backhauses zweckentfremdet wurde.6







1 Angaben nach BOALCH (Makers of the harpsichord … S. 51-52), TOURNAY (Archives Dulcken,
Vol. I … S. 5) und HAINE/MEEUS (Dictionaire des facteurs d’instruments … S. 154-155).
2 FA Berleburg, Postbuch 7.
3 FA Berleburg, Postbuch 1.
4 BÖSKEN, Quellen und Forschungen … S. 37.
5
FA Berleburg, Sign. K 37 (Kirchen-S. zu Berleburg Reparatur der Orgel betr 1728); u. a.:
Weilen nun innert kurtzen Zeit die völlige Herstellung und praesentierung der hiesigen Orgell
vermutlich wieder geschehen dürffte, so wird von dem orgelmacher an Lohn 50 rtlr. Und vom
Kronnen wirth dahier vor deßen gethane veralimentierung 20 rtl gefordert, […]
. Weiteres zur
Stadtkirchenorgel bei HARTNACK (Chroniken … S. 176)
.
6 HARTNACK, Berleburger Chronik des Joh. Daniel Scheffer (1741-1795) … S. 208.

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