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Johann Caspar Kirchner Kiedrich um 1687 | † Neuwied 30. Aug. 1727
Sohn von Christof(fel) get. Kiedrich 20. Nov. 1658 | † ebd. 26. Juli 1737
Kirchner (Familie)

Johann Caspar Kirchner (6) führte seine Werkstatt in Farnroda in Thüringen und erhielt hier auch den Auftrag für einen Neubau in der Stadt- und Schlosskirche von Hachenburg (Westerwald). Er starb ein halbes Jahr nach seiner Hochzeit; sein postum geborener Sohn Johann Philipp (8) ergriff ebenfalls den Beruf des Orgelbauers.
Werk — 1718 Hachenburg, Schlosskirche
Werk — 1724 Wingeshausen orgel
Werk —
Restauratie/herbouw van het Kiedrich-orgel (St. Valentinus & Dionysiuskerk)


Rekening voor het Casper Kirchner orgel : transcriptie Dr. Johannes Burkardt

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Rekening voor het Casper Kirchner orgel : transcriptie Dr. Johannes Burkardt

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Ludwig Christoph Schefer,
aus Marburg gebürtig. Bis zum Jahre 1671 besuchte er das academische Pädagogium zu Marburg; seine theologische Bildung erhielt er ebenfalls in Marburg. Vom 1. Januar 1702 bis 1731 war er erster Pfarrer, Inspector und Konsistorialrath dahier. Vermählt war er mit Louise Susanne, Tochter des Professors der Theologie, Johann Friedrich Mieg zu Gröningen, mit der er 1702 in Marburg
getraut wurde. Seiner fleißigen und gelehrten Feder verdanken wir folgende Schriften:

  1. „Beweis, daß die Zahlung des letzten Hellers bei Matth. 25, 26 aar wohl bestehen könne bei der nach der Strafe erfolgenden gnädigen Loslassung aus dem Kerker.“ (Berleburg, 1715.)

„Hebräisches Wörterbuch“ (Berleburg, 1720.)

3) Das bis zum Jahre 1838 in Berleburg gebräuchlich gewesene Gesangbuch.

4) „Nachforschung der Wahrheiten, welche enthalten sind in der 1. und 2. Epistel Petri, wie dieselben uns vorstellen das Wesen und die Pflichten unseres Glaubens, so der Gemeinde in den Predigten vorgetragen worden und nun zu derselben fernerem Nutzen zum
Drucke befördert.“ (Marburg, 1705.) An der von dem Herborner Professor Dr. Heinrich Horch herausgegebenen „Mystische u. prophetische Bibel“ (Marburg, 1712.) war Schefer Mitarbeiter; außerdem war er Mitarbeiter an der bekannten Berleburger Bibel. Am 24. October 1731 übergab er seinen Geist in seines Vaters Hände, 62 Jahre alt. Ein Lungengeschwür war die Ursache seines Todes.

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Kirchner
(Familie)

(1) Johannes Heinrich get. Erfurt 3. Apr. 1584 | † Kiedrich 29. Dez. 1654; Schreiner und Orgelbauer
(2) Johann(es) Wendel(in) get. Kiedrich 19. März 1628 | † ebd. 9. Apr. 1709; Sohn von (1), Orgelbauer
(3) Johann Heinrich * Kiedrich 1653 | † 1717; Sohn von (2)
(4) Christof(fel) get. Kiedrich 20. Nov. 1658 | † ebd. 26. Juli 1737; Sohn von (2), Orgelbauer
(5) Johann Peter get. Kiedrich 8. Juni 1689; Sohn von (4), Orgelbauer und Schreiner
(6)
Johann Caspar * Kiedrich um 1687 | † Neuwied 30. Aug. 1727; Sohn von (4)
(7) Johann Christian get. Kiedrich 3. Febr. 1692 | † ebd. 1751; Sohn von (4)
(8) Johann Philipp * Neuwied (?) Dez. 1727; Sohn von (6)
(9) Caspar Wilhelm get. Kiedrich 23. Jan. 1724; Sohn von (7)
(10) Johann Georg get. Kiedrich 16. Okt. 1758; Sohn von (9), Orgelbauer

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Het Kiedrich-orgel (St. Valentinus & Dionysiuskerk) telt tot de oudste nog bespeelbare orgels ter wereld, echter in de loop der eeuwen werd het instrument meerdere malen omgebouwd o.a. in 1653 door Johann Wendelin Kirchner.


Herkunft der Familie Kirchner

Über den Vater des Orgelmachers Johannes Wendelin Kirchner war bisher nur bekannt, dass er um 1590 geboren wurde, ursprünglich lutherischer Konfession und von Beruf Schreiner war. Es ist wahrscheinlich, dass er in Kiedrich zum katholischen Glauben konvertierte, um hier als Bürger aufgenommen zu werden und seinen Beruf, vielleicht auch schon als Orgelmacher und Schreiner, ausüben zu dürfen. Verheiratet war er in 1. Ehe mit der um 1594 geborenen Maria Catharina Köhler [Köler], wahrscheinlich auch Keller, der Tochter von Johann Köhler [Köler] bzw. Keller und Maria Catharina. Zeitpunkt und Ort der Eheschließung sind nicht bekannt. Ältester bekannter Sohn war vorgenannter Orgelmacher Johannes Wendelin. Nach dem Tode von Maria am 25.12.1640 ehelichte Johannes am 18.02.1642 die etwa um 1620 geborene Witwe Othilia Imhof.
Über die Herkunft des Vaters von Johannes Wendelin wurde bisher angenommen, dass er aus Böhmen oder Thüringen stammt. Folgende Indizien sprechen jüngst nun für die Annahme, dass es sich wahrscheinlich um den am 03.04.1584 in der Predigergemeinde Erfurt getauften Hans Kirchner handelt, denn auf Seite 20 des Taufbuches ist vermerkt: „Hans Kirchner ein Jungen sohn getaufft. Gefatter Johannes Müller den 3. Aprilis [1584].“
1. Das bisher aufgrund des Sterbeeintrages errechnete Geburtsjahr 1590 = 1584
(~03.04. Predigergemeinde Erfurt).
2. Die Angabe der luth. Konfession - Predigergemeinde war lutherisch.
3. Im Bürgerbuch Erfurt nicht verzeichnet (müsste demnach im Alter von 20-25
Jahren nicht mehr in Erfurt gewesen und schon vor dieser Zeit in Kiedrich eingewandert sein).
4. Die familiäre (soziale bzw. geschäftliche Nähe) der elterlichen Familie des
"Seylers" Hans Kirchner zur Glockengießerfamilie Möring [Möhring] in Erfurt.
4.1 Der Seiler Hans Kirchner könnte Glockenseile hergestellt haben. Aus dieser
Verbindung möglicherweise die bekannten Patenschaften (zweimal Möring)
4.2 Möglich auch, dass die Frau des Seilers eine geborene Möring war, evtl. die Schwester des Paten und bekannten Erfurter Glockengießers Melchior Möring.
Wahrscheinlich hat auch diese Familie nach dem frühen Tod der Eltern (angeblich bei der großen Pest verstorben!) die 3 (?) unmündigen Kinder aufgenommen und Johannes das Schreinerhandwerk erlernen lassen. Da die Glockengießereien auch die Aufhängung der Glocken besorgten und hierfür eigene Schreiner ausbildeten bzw. anstellten, ist anzunehmen, dass hier ein beruflich-familiärer Zusammenhang besteht. Vorsorglich sollte alternativ auch bedacht werden, dass über eine familiäre bzw. geschäftliche Beziehung Johannes das Schreinerhandwerk auch bei der bekannten Orgelmacherfirma Compensius in Erfurt erlernte, woraus sich auch ein Kontakt zum Orgelmacher Geißel in Mainz, bei dem Johannes als Schreiner beschäftigt gewesen sein dürfte, entwickelte und sich hieraus möglicherweise auch die bekannte Orgelmacherlehre seines Sohnes Johannes Wendelin vermuten lässt.
Soweit die Kirchenbücher in Erfurt keine weiteren Auskünfte über die Herkunft dieser
Familie geben sollten, besteht nach der mir vor einigen Jahren gegebenen Auskunft des ehemaligen Erfurter Superintendenten Bauer die Möglichkeit über die in Erfurt vorliegenden „
Geschossregister“ die Familien noch bis ins 14. Jahrhundert zu verfolgen.
2. Johannes Wendelin Kirchners Tätigkeiten und Aufenthalte außerhalb von Kiedrich
J.W. Kirchner war als Orgelmacher nicht nur in Kiedrich, Wiesbaden, Mainz, Eltivlle, Bad Marienburg u.a. Orten tätig. Seine beruflichen Aufenthaltsorte auch für einige Jahre erstreckten sich auf zahlreiche weitere Orte im Bereich des Erzbistums Mainz. Wie in Bad Marienburg, baute und reparierte er Orgeln nicht nur in katholischen, sondern auch evangelischen Kirchen. Da von den 11 bekannten Kindern nur 4 bekannt sind, von denen nur 2 in Kiedrich und 2 in Worms geboren wurden, ist anzunehmen, dass die 7 nicht bekannten Kinder außerhalb von Kiedrich in bislang nicht bekannten Orten geboren sein müssen. Die erst jüngst bekannt gewordene Eheschließung mit Anna Margarethe Hedeßheimer (auch Heddesheimer, Hettenheimer) am 28.02.1658 in Worms,
Gemeinde St. Lambert, heute St. Martin/ Liebfrauen, Tochter des Bäckers Niclaß H. aus Erpolzheim und die Geburt seiner zwei Kinder in Worms, lässt darauf schließen, dass auch die Region in und um Worms zeitweise seine berufliche Wirkungsstätte war. Personendaten über Margretha Hedeßheimer und deren Eltern liegen ebenso nicht vor, wie nicht bekannt ist, ob in der Region Worms/Erpolzheim noch weitere Kinder der Genannten geboren wurden. Über die Eheschließung ist im Kirchenbuch St. Lambert in Worms, Abt. 108, Seite 16 vermerkt:
„Anna 1650 montags post esto mihi den 28. Februar haben ihren offenen Kirchengang und hochzeitlichen Ehrentag gehalten praenia trina procla-matione der Ehrsam Junggesell Hanß Wendel Kirchner von Kitterich im Rheingau gelegen mit der tugendsamen Jungfrauen Anna Margareth von Erpolzheim, Niclas Hedeßheimers geweßenen beckers daselbstn hinterlassene Dochter.“

Zusammenstellung: Hermann Nobel, Am Hang 8, 65199 Wiesbaden,